Hagebuttenfrost

Unabhängig vom Yogastil ist es notwendig, mit Selbstvertrauen verschiedene Stile zu üben, verschiedene Lehrende auch innerhalb eines Stils anzuschauen, mit wachem, offenem Geist wahrzunehmen, wie man sich während und vor allem nach der Yogastunde fühlt. Was tut mir wirklich gut? Wo werde ich über meine individuelle Grenze hinausgepusht? Wenn man bei der Yogapraxis mehr auf seinen Bauch hörte, würden sowohl Lehrende als auch Schüler ehrlicher miteinander umgehen und sagen: „Hey du, ich glaube, es wäre gut für dich, zu einer anderen Gruppe, zu einem anderen Lehrer zu gehen.“

 

Schönes Interview mit Günter Niessen.

Von den Basics.

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Tu erst das Notwendige,
dann das Mögliche,
und plötzlich schaffst du das Unmögliche.

[Franz von Assisi said, gerade auf Facebook drübergestolpert.]

Was für eine wunderbare Übersetzung für vinyasa krama. Erst wenn alle notwendigen Dinge erledigt sind, öffnet sich Raum und auch der Blick für etwas Neues. Dann geht alles ganz leicht. Das ist so einfach. Und so wunderbar! Nur bei der Umsetzung tu ich mir trotz aller Erkenntnis echt schwer. Ist gar nicht so leicht, sich um die grundlegenden (und im Vergleich völlig unspektakulären) Dinge zu kümmern, wenn das Gehirn am laufenden Band neue tolle Pläne und Einhornglitzer ausspuckt.

Yogaworld 2017 in München …

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… oder: ach komm, scheiss drauf, ich geh da jetzt trotzdem hin. Heyam dukham anagatam in allen Ehren – manchmal muss man eben auch unvernünftig sein dürfen. Noch dazu, wenn das Kind schon seit einer Woche krank ist und man seit dem nur einmal draussen war – und zwar beim Kinderarzt. Also hab ich mich gut eingepackt und bin trotz angehender Erkältung losgestapft, schliesslich wollte ich ja auch den Vortrag der lieben Claudi nicht verpassen. Und ja – auch wenn es mich hinterher komplett zerlegt hat – es hat sich durchaus gelohnt.

Ich bin ja jetzt nicht so der Bussi-Szene-Tribe-Gathering-Typ und bei diesem ganzen trendy Yogadingens mit all seinen Rockstars und Gurujis bekomme ich schlimmen Ausschlag. Deswegen hab ich mich bisher auch noch nie auf einer Yogamesse oder einem Festival blicken lassen. Aber die Neugier hat gesiegt und ich war echt gespannt, was mich da so erwartet. Also hab ich einfach die hiesige Yogaprominenz und die dazugehörigen Groupies ausgeblendet und mir den Yogazirkus im alten Postpalast angeguckt. Leider konnte ich – Erkältung sei dank – keinen einzigen Workshop mitmachen, dabei hätten mich ein paar wirklich interessiert. Also hab ich mich eher aufs Essen und Frieren konzentriert (ehrlich liebe Yogaworld – eine ungeheizte Halle?!). Zum Shoppen bin ich leider echt nicht gemacht – ich bin nicht nur der Albtraum der Kosmetikindustrie, ich bin der Albtraum der gesamten Konsumgutindustrie! Aber ein paar Kleinigkeiten hab ich dann ja doch noch mitgenommen.

frankie

[mjammm.]

Größte Überraschung für mich: Frank Juice, bzw. die Suppen von Frank Juice. Nachdem die Location einfach komplett unterkühlt war und ich noch vom Anstehen draussen eher Eisklumpen als Füsse mit mir rumgetragen habe, hab ich eine fertige Suppe gekauft (Würde ich sonst NIE machen. Wirklich NIE! Also echt einfach: NIE!) Und was soll ich sagen: Die war so gut, dass ich mir gleich noch zwei eingepackt habe für Zuhause, wenn es abends mal schnell gehen muss. Falls ich also jemals auf die Idee kommen sollte, Geld fürs Saft- und Suppenfasten auszugeben: Hello Frankie.

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[So schöne Farben, kein Filter ;)]

Das Shirt für die Tocher ist von der Yogicompany, die beiden Armbändchen (eins hat nicht aufs Bild gepasst) von Gedankenkraft.

Fazit: Wer zur Yogaworld kommt, um Yoga zu machen, hat bestimmt viel Spaß und kann einiges mitnehmen. Wer auf den bunten Yogikonsum in all seinen Facetten steht, wird mit Sicherheit auch fündig. Nur wer eine angehende Erkältung mit sich rumschleppt, sollte vielleicht doch besser auf Patanjali hören und einfach daheim bleiben und Thymiantee trinken. Hugh.

Neues Jahr, neue Pläne.

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Yoga-Unwort des Jahres 2016: Yogatherapie.

[Nichtsdestotrotz schmeiss ich mich nächstes Jahr ins Fortbildungsbecken. Dabei gehts mir weniger darum mit Yoga irgendwas zu therapieren – Krankheiten aller Art gehören zum Arzt! Oder meinetwegen zum Heilpraktiker. Aber ich möchte sicher gehen, dass sich in meinem Unterricht niemand Schaden zufügt. Und ich möchte noch individueller als eh schon auf die Bedürfnisse der einzelnen Teilnehmer eingehen können. Mal gucken, wie viele Jahre ich brauche um alle 8 Module abzuschliessen. Muaha!]